Projekte nach Titel

Die MitarbeiterInnen von Violence Prevention Network arbeiten in verschiedenen Projekten in den Bereichen Prävention, Intervention und Deradikalisierung/Ausstiegsbegleitung. Die Zielsetzungen der einzelnen Projekte richten sich nach dem jeweiligen Bedarf in der Region. Sie unterscheiden sich in inhaltlicher Ausrichtung, regionaler Abdeckung und Dauer. Verschaffen Sie sich einen Überblick, welche Projekte wir derzeitig durchführen:

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Beratung und Begleitung für unbegleitete minderjährige Geflüchtete

Erfahrungsgemäß sind junge Menschen mit biographischen Brüchen besonders anfällig für die Rekrutierungsbemühungen extremistischer Salafisten. Aus diesem Grund bietet Violence Prevention Network speziell für unbegleitete minderjährige Geflüchtete Beratung und Begleitung an, um sie gegen Rekrutierungsversuche extremistischer Gruppen zu immunisieren.

BAHIRA ist ein Kooperationsprojekt von Violence Prevention Network und der DITIB - Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V.

Die Beratungsstelle Baden-Württemberg wendet sich an Menschen mit Fragen im Themenfeld des religiös begründeten Extremismus. Ziel ist es, Kontakt zu extremistisch gefährdeten jungen Menschen aufzubauen und in der pädagogischen Arbeit zunächst den Ablösungsprozess von extremistischen Gruppierungen und Einstellungen sowie das Hinterfragen gewalttätiger und extremistischer Ideologiefragmente zu bewirken, um in der Folge Deradikalisierungsprozesse zu ermöglichen.

Das Ziel der Beratungsstelle ist die Radikalisierungsvermeidung bzw. Deradikalisierung junger Menschen. Aufgabe ist es, gefährdete junge Menschen im Umfeld des extremistischen Salafismus schnell vor Ort anzusprechen und Ausstiegsprozesse aus einem bereits stattgefundenen Radikalisierungsprozess zu initiieren.

Die Beratungsstelle Hessen von Violence Prevention Network wendet sich an Jugendliche, Eltern und Fachpersonal mit Fragen im Themenfeld Extremismus. Sie bietet Maßnahmen der Prävention, Intervention und Deradikalisierung als Antwort auf die allgemeine Hilflosigkeit im Umgang mit religiös begründetem Extremismus an. Die Beratungsstelle fördert die Stärkung der Toleranz von unterschiedlichen Weltsichten sowie die Früherkennung, Vermeidung und Umkehr von Radikalisierungsprozessen. Die Intervention bei beginnenden Radikalisierungsprozessen und die zielgerichtete Deradikalisierungsarbeit setzen dort an, wo Menschen einen Ausweg aus extremistischen Ideologien suchen.

Das Ziel des mobilen Beratungs- und Interventionsteams der Beratungsstelle KOMPASS ist die Radikalisierungsvermeidung bzw. Deradikalisierung junger Menschen. Aufgabe ist es, gefährdete junge Menschen im Umfeld des extremistischen Salafismus schnell vor Ort anzusprechen und Ausstiegsprozesse aus einem bereits stattgefundenen Radikalisierungsprozess zu initiieren.

Eltern, Angehörige, Freunde und Lehrende sind oft die ersten, denen die Radikalisierung eines jungen Menschen auffällt und gleichzeitig die letzten, zu denen dieser trotz zunehmender Isolierung Kontakt hält. Um sie in einer solch schwierigen Situation bestmöglich zu unterstützen und so gemeinsam der Radikalisierung des nahestehenden Menschen entgegenwirken zu können, steht für sie ein professionelles Beratungsangebot bereit.

Ziel der Beratungsstelle Sachsen ist es, Jugendliche gegen Anwerbungsversuche islamistischer Vereinigungen zu immunisieren und dort, wo eine Radikalisierung bereits begonnen hat, Distanzierungsprozesse zu initiieren. Andererseits sollen MultiplikatorInnen im Rahmen von Fortbildungs- und Sensibilisierungsveranstaltungen geschult werden, extremistische Argumentationsweisen zu erkennen und mögliche Strategien zur Auflösung dieser zu entwickeln. Durch Aufklärung und Information hinsichtlich der Lebenswelten und religiösen Praktiken ihres Klientels sollen den MultiplikatorInnen jedoch auch Ängste genommen sowie islamophoben oder rassistischen Tendenzen begegnet werden.

Coaching und Fortbildungen für MultiplikatorInnen im Themenfeld Islam

CROSSROADS ist ein Beratungs- und Interventionsprojekt von Violence Prevention Network zur Radikalisierungsvermeidung bzw. Deradikalisierung junger Menschen in Berlin. Ziel ist es, junge Menschen, die gefährdet sind, sich zu radikalisieren oder bereits einen Radikalisierungsprozess durchlaufen haben, vor Ort anzusprechen und Ausstiegsprozesse zu initiieren.

Ideologisiertes und radikalisiertes Fühlen, Denken und Handeln hat eine wichtige innere Funktion und gibt – vermeintlich – Halt, Orientierung und (Selbst-)Sicherheit. Das bedeutet, dass Menschen, die sich ideologisierten Weltbildern zuwenden, damit immer auch etwas gegen ihre eigene Unsicherheit, Haltlosigkeit und Angst tun. Das Unterstützen der Abkehr von solchen Denk- und Handelsweisen muss von daher einhergehen mit dem Aufbau neuer und konstruktiver Denk- und Handlungsmuster. Dies geschieht in einem Prozess, der die eigene Verantwortungsübernahme stärkt sowie konstruktive Kompetenzen entwickelt und fördert.

Early Birds ist ein Kooperationsprojekt zwischen der TU Chemnitz/Huckepack Kinderförderung e. V. und Violence Prevention Network e. V.

Leitziel des Modellprojekts ist die Etablierung von Angeboten zur Antidiskriminierung und Frühprävention im Vorschulalter. Ziel für die Fachkräfte der frühkindlichen Erziehung und Betreuung ist die Steigerung der Verhaltenssicherheit, im Sinne einer Kompetenzerweiterung, Aktivierung und Professionalisierung für den Umgang mit Eltern, die sich diskriminierend, pauschalisierend und abwertend gegenüber bestimmten Menschengruppen äußern und verhalten.

Hate crimes, radicalisation and extremists’ recruitment leading towards terrorism have increased in numbers and severity throughout Europe and will continue to pose a major challenge for future democratic societies. Community and grass-root organisations, as well as social entrepreneurs and non-profit/non-governmental organisations (NGOs) are essential for preventing polarisation and violence and for intervening into emerging conflicts.

Non-theoretical peer-to-peer learning aiming at the development, improvement and refinement of deradicalisation practice

This transnational project has established a network of practitioners from 15 different organisations dealing with a range of challenges from ISIS inspired radicalisation and recruitment to militant Islamist extremism.

Das Modellprojekt „Den Extremismus entzaubern!“ stellt eine Antwort auf den wachsenden Bedarf dar, dem Phänomen des religiös begründeten Extremismus in Hessen durch präventive politische Bildungsarbeit zu begegnen. Ziel ist die Aufklärung über Extremismus und Rekrutierungsstrategien sowie die Erarbeitung von Handlungsstrategien für Jugendliche bei Anzeichen einer Radikalisierung in der Gleichaltrigengruppe. Weitere Ziele sind, das Phänomen Dschihadismus zu entzaubern und die Distanzfähigkeit von Jugendlichen zum Extremismus zu erhöhen.

Informations- und Aufklärungsveranstaltungen zu religiös begründetem Extremismus für Mädchen und junge Frauen in Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Berlin

Das Projekt ist die Antwort auf den wachsenden Bedarf, dem Phänomen des religiös begründeten Extremismus durch präventive politische Bildungsarbeit speziell bei Mädchen und jungen Frauen zu begegnen.

Das Projekt MAXIME Berlin ist zum 31.12.2016 ausgelaufen. Die Angebote von MAXIME Berlin sind über das Projekt Teach2Reach weiterhin verfügbar.

 

Ein zentraler Impuls, das Modellprojektvorhaben Präfix R zu konzipieren, war die Erkenntnis, dass es nicht nur für inhaftierte Eltern kaum Angebote gibt, sondern dass auch ihre Kinder zu einer vernachlässigten, kaum beachteten Zielgruppe zählen, obwohl die wenigen Studien und Veröffentlichungen, die über Kinder inhaftierter Eltern vorliegen, ihre hohe Vulnerabilität aufzeigen. Die Kinder inhaftierter Eltern - so zeigen die Ergebnisse einer europäischen Studie 2013 - tendieren dazu, sich zu isolieren, weil sie dem Druck unterliegen, den Aufenthaltsort von Mutter oder Vater geheim zu halten, sind Mobbing ausgesetzt, zeigen als Reaktion darauf wiederum auffälliges Verhalten und können auch dazu tendieren, sich delinquenten Cliquen anzuschließen bzw. sind stark gefährdet, radikalisierte Gruppierungen aufzusuchen.

Aufklärungsworkshops und Fortbildungen zu religiös begründetem Extremismus

Das Projekt Teach2Reach stellt eine Antwort auf den wachsenden Bedarf dar, dem Phänomen des religiös begründeten Extremismus durch präventive politische Bildungsarbeit zu begegnen. Ziel ist die Aufklärung über Extremismus und Rekrutierungsstrategien sowie die Erarbeitung von Handlungsoptionen für Jugendliche und Fachkräfte bei Anzeichen einer Radikalisierung. Weitere Ziele sind, das Phänomen Dschihadismus zu entzaubern und die Distanzfähigkeit von Jugendlichen zum Extremismus zu erhöhen. Die Fortbildungen für Lehrpersonal und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe dienen zur Erweiterung der Handlungskompetenz im Umgang mit radikalisierungsgefährdeten Jugendlichen. Durch Workshops, die auf den jeweiligen Kontext der Institution zugeschnitten werden, stehen die jungen Menschen den Rekrutierungsbemühungen der Szene nicht länger ohnmächtig, sondern kritisch gegenüber.

Medienanfragen

MedienvertreterInnen wenden sich bitte an die zentrale Pressestelle:

Cornelia Lotthammer, Paul Merker

Tel.: 030 / 36 46 04 09
Email: presse[at]violence-prevention-network.de

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