Hauptberuflicher/ehrenamtlicher Umgang mit Geflüchteten

  • Fort- und Weiterbildung

Die Fortbildungsveranstaltungen und Workshops von Violence Prevention Network dienen der Sensibilisierung und Wissenserweiterung im Themenfeld Islam und Islamophobie. Themenfelder sind u. a. die theologischen Grundlagen des Islam, seine religiöse Alltagspraxis, das Verhältnis des Islam zu Menschen- und Grundrechten und unterschiedliche islamische Strömungen in ihrem jeweiligen kulturellen Kontext.

Ergänzend zu themenspezifischen Workshops werden konkrete Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit gewaltorientiertem Islamismus, Extremismus und Fundamentalismus vorgestellt, um die individuelle Handlungskompetenz im Umgang mit radikalisierungsgefährdeten und radikalisierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu stärken.

 

  • Beratung und Coaching

Immer wieder erweisen sich Geflüchtete als Zielgruppe von Anwerbeversuchen aus dem salafistischen Milieu. BetreiberInnen und MitarbeiterInnen von Unterkünften für Geflüchtete und Personen, die ehrenamtlich oder hauptberuflich mit Geflüchteten arbeiten, sind dem dauerhaften Risiko ausgesetzt, etwaige Rekrutierungsversuche und Radikalisierungstendenzen nicht rechtzeitig erkennen und unterbinden zu können. Ein Beratungsangebot, das sich der spezifischen Besonderheiten in der Arbeit mit Geflüchteten annimmt, wird hiermit erstmals bereit gestellt.

Ergänzend zur telefonischen Beratungs-Hotline bietet die Beratungsstelle Hessen von Violence Prevention Network fallspezifisch und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden fallbezogene Coachings, Betreuung von Einzelpersonen und weitere Interventions- und Deradikalisierungsmaßnahmen an.

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Potenziell gefährdete Geflüchtete

  • Ansprache, Beratung und Betreuung

Sobald der Hinweis auf einen konkreten Radikalisierungsverdacht ergeht - z. B. aus dem Umfeld der betroffenen Person -, erfolgt ein telefonisches oder persönliches Vorgespräch mit einem Mitglied des Teams von Violence Prevention Network. Im nächsten Schritt erfolgt die aufsuchende Fallabklärung/Diagnostik an einem geeigneten Ort, ggf. auch direkt in der betroffenen Unterkunft. Fall- und situationsspezifisch mündet dieser Erstkontakt in einen kontinuierlichen Dialog mit der potenziell gefährdeten Person und ermöglicht den Aufbau einer stabilen Beziehungsebene. Ziele der Betreuung sind u. a. die Initiierung/Stärkung folgender Fähigkeiten:

  • Bereitschaft zum Perspektivwechsel
  • Reflexion der eigenen Gefährdung
  • Kognitive Prozesse hinsichtlich der eigenen Biographie und potenzieller Traumatisierung anzustoßen
  • Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Leben und die Gestaltung der Zukunft zu übernehmen
  • In herausfordernden Situationen auf Unterstützung und Beratungsangebote zurückzugreifen
  • Im Austausch mit den UnterstützerInnen zu bleiben

 

Gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

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Kontakt

BERATUNGSSTELLE Hessen

Leipziger Straße 67
60487 Frankfurt am Main

Tel.: 069 138 22 686
Fax: 069 269 18 729
Email: hessen[at]violence-prevention-network.de
Web: www.beratungsstelle-hessen.de

Beratungshotline: 069 272 999 97


Ansprechpartnerin: Sandra Jörges