Beratungsstelle KOMPASS

Toleranz statt Extremismus

Das Ziel des mobilen Beratungs- und Interventionsteams der Beratungsstelle KOMPASS ist die Radikalisierungsvermeidung bzw. Deradikalisierung junger Menschen. Aufgabe ist es, gefährdete junge Menschen im Umfeld des extremistischen Salafismus schnell vor Ort anzusprechen und Ausstiegsprozesse aus einem bereits stattgefundenen Radikalisierungsprozess zu initiieren. Die Schwerpunkte der Arbeit der Beratungsstelle liegen im Herstellen der Erreichbarkeit der gefährdeten Personen, der Ansprache dieser Personen, dem Aufbau einer Arbeitsbeziehung und in der konkreten Deradikalisierungsarbeit.

Diese Arbeit umfasst:

  • Stetige Dialoge, die das Hinterfragen fördern und Neugierde auf neue Sichtweisen wecken
  • Das Erkennen der konkreten Gefährdungssituation für den betroffenen jungen Menschen
  • Das Fördern eigener Erkenntnisprozesse zum bisherigen Lebensverlauf, biographisches Verstehen der Gewalt-, Militanz- und Extremismuskarriere unter besonderer Berücksichtigung der Entstehung von Feindbilddenken
  • Verantwortungsübernahme für eine eigenständige Lebensführung – Voraussetzungen schaffen und Zukunft planen Unterstützung und Beratung in schwierigen Lebenssituationen
  • Begleitende Arbeit mit Angehörigen und Unterstützer*innen
Wir brauchen Ihre Unterstützung

In einer Welt, die zunehmend geprägt ist von Extremismus und Terror, braucht es Menschen, die Austausch und Verständigung unter denen befördern, die dafür (noch) zugänglich sind.

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Für wen ist die Beratungsstelle KOMPASS da?

Die Beratungsstelle KOMPASS ist für Jugendliche und junge Erwachsene da, die erkennbar einem Radikalisierungsprozess im Kontext eines religiös begründeten Extremismus unterliegen und noch keine Ausstiegsmotivation formulieren sowie für junge Menschen, die sich von der extremistischen Szene distanzieren wollen. Auch Angehörige und Unterstützer*innen von ausstiegs- und distanzierungswilligen Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind bei der Beratungsstelle KOMPASS willkommen.

Die Beratungsstelle KOMPASS stellt sich und ihre Arbeit auch gerne in Institutionen vor und steht für insitutionelle Beratung im Themenfeld zur Verfügung.

Die Beratungsstelle KOMPASS ist für Sie da, wenn …

… Sie nicht sicher sind, ob die neue Religiosität Ihres Angehörigen oder Ihrer FreundIn Glaube oder Extremismus ist.

… Sie die Befürchtung haben, dass Ihre SchülerIn, Freundin, Angehörige sich einer islamistischen Gruppierung angeschlossen hat.

… Sie in Ihrem Umfeld Radikalisierungstendenzen bei Schüler*innen, Freund*innen, Verwandten etc. wahrnehmen.

… Sie sehen, dass ein junger Mensch in Ihrer Nähe plötzlich seine bisherige Lebensweise verteufelt und sich radikal verändert hat.

… Sie sich von extremistischen Ideologien oder radikalen Gruppen lösen möchten.

Angebote

Die Beratungsstelle KOMPASS baut durch niedrigschwellige Ansätze zunächst eine Arbeitsbeziehung zu den jungen Menschen auf, um dann durch die pädagogische Arbeit den Ablösungsprozess von extremistischen Gruppierungen sowie das Hinterfragen radikaler Ideologieelemente zu bewirken. Damit werden Deradikalisierungsprozesse ermöglicht. Die Angebote bestehen aus Maßnahmen der Intervention, Deradikalisierung und Ausstiegsbegleitung:

  • Beratung, Begleitung und spezifisches Training für radikalisierungsgefährdete junge Menschen im Vorfeld von Straffälligkeit
  • Intervenierende Maßnahmen in Fällen sich abzeichnender Radikalisierung
  • Deradikalisierung, Beratung und Begleitung im Strafvollzug
  • Ausstiegsbegleitung: Beratungs- und Dialogmaßnahmen mit Radikalisierten, Ausreisewilligen und Rückkehrer*innen (z. B. aus Syrien)
  • Beratung für Angehörige in der Auseinandersetzung mit religiös begründetem Extremismus zur Erreichung der Zielgruppe

Wenn Sie Interesse an einer Beratung haben, rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine Email. Die Angebote der Beratungsstelle KOMPASS sind kostenlos und für alle Personen zugänglich.

Kontakt

BERATUNGSSTELLE Kompass

Bergmannstraße 5
Haus 2, 3. Stock
10961 Berlin

030 23 911 300
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Die Beratungsstelle KOMPASS ist Teil des Deradikalisierungsnetzwerkes der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin und wird finanziert durch die „Landeskommission Berlin gegen Gewalt“ im Rahmen des Berliner Landesprogramms Radikalisierungsprävention.