EMMA

Evaluation und Mentoring von Multi-Agency-Ansätzen in Belgien, den Niederlanden und Deutschland

EMMA ist ein Gemeinschaftsprojekt der Vereinigung für flämische Städte und Gemeinden (VVSG) und der Universität Gent in Belgien, Radar Advies in den Niederlanden und Violence Prevention Network in Deutschland. EMMA steht für „Evaluation and Mentoring of the Multi-Agency Approach to Violent Radicalisation“.

Aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland nehmen verschiedene lokale Multi-Agency Strukturen am Projekt teil. Teilnehmende Städte und die lokalen Ansprechpartner*innen des deutschen Netzwerks sind:

Hintergrund und Relevanz

Multi-Agency-Strukturen und -Arbeitsprozesse basieren auf dem professionellen Zusammenspiel zivilgesellschaftlicher und staatlicher Stellen. Sie können eine frühzeitige und effektive Identifizierung gefährdeter Personen bewirken, den Informationsaustausch zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Stellen verbessern sowie eine gemeinsame Entscheidungsfindung und die Einleitung koordinierender Maßnahmen erleichtern.

Im zweijährigen Projekt wird eine Studie zur Kooperation staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteur*innen im Rahmen der Radikalisierungsprävention durchgeführt. Ziel ist es, auf Basis von Interviews und Fokusgruppengesprächen mit Vertreter*innen lokaler Multi-Agency Strukturen verschiedene Ansätze auszuwerten und ein Selbstevaluationstool zu entwickeln, das die Aufgabenteilung und Arbeitsprozesse in diesen Strukturen erleichtern soll.

Für die teilnehmenden Städte und die verschiedenen lokalen Akteur*innen bieten wir themenspezifische Austauschformate sowohl innerhalb von Deutschland als auch auf europäischer Ebene an, um im Kontext „gewaltbereiter Radikalisierung“ voneinander zu lernen und die jeweiligen lokalen Kooperationsstrukturen zu verbessern. Im Rahmen von bilateralen Austauschen treffen sich Akteur*innen aus jeweils zwei Städten, um gemeinsam aktuelle Herausforderungen und Themen zu diskutieren, die beide Städte betreffen.

Begleitet wird das Projekt durch ein internationales Steering Committee bestehend aus belgischen, deutschen und niederländischen Stakeholdern, die sich aus einem vielfältigen Spektrum (Wissenschaft, Polizei, Gemeinden und Praxis) zusammensetzen.

Kontakt

Violence Prevention Network gGmbH
Alt-Reinickendorf 25
13407 Berlin

+49 30 40 755 122