Way Out

Integrated Exit Programme for Prison and Probation

Politisch und religiös begründete Radikalisierung stellt die Europäische Union und deren Institutionen vor immer größere Herausforderungen. Mutmaßlich radikalisierte Menschen, die in die Kriegsgebiete des Dschihad ausgereist sind und nun in ihre europäischen Heimatländer zurückkehren, stellen völlig neue Anforderungen insbesondere an das Gefängnis- und Bewährungswesen. Um diesen gerecht zu werden, ist der Austausch von Expertise relevanter Akteure im Bereich der Ausstiegs- und Deradikalisierungsprogramme verschiedener EU Mitgliedstaaten zwingend notwendig.

„Way out“ möchte bestehende Ausstiegsprogramme durch den Fachaustausch erfassen, sowie neue Programme initiieren, indem gemeinsame Netzwerke zur Evaluation und daraus resultieren­den Verstetigung funktionierender Praktiken geschaffen werden. Eine weitere Aufgabe ist es, die Analyse des derzeitigen „Ist-Standes“ der europäischen Ausstiegsarbeit in Gefängnis und Bewährungshilfe vorzunehmen. Dieser soll darüber hinaus mit nationalen Expert*innen im Feld erörtert und weitergehend diskutiert werden.

Daraus resultierend werden funktionierende Praktiken in Ausbildungskurse und Fortbildungen eingebunden, um eine nachhaltige Expertise im Feld zu gewährleisten. Trainingsinhalte und Praktiken sollen darüber hinaus durch Online-Angebote verbreitet werden, um Inhalte möglichst niedrigschwellig zugänglich zu machen und eine weitläufige Dissemination zu gewährleisten.

 

Das Projekt „Way out – Integrated Exit Programme for Prison and Probation“ wird von der Universität Toulouse (Frankreich) koordiniert. Neben dem Senator für Justiz und Verfassung Bremen partizipieren weitere Partner aus Portugal (Qualify Just; Universität Beira), den Niederlanden (Stichting Avans) und Deutschland (Violence Prevention Network) in „Way out“. Die Projektdauer beträgt 24 Monate (Beginn: 1.12.2018).

Kontakt

Violence Prevention Network
Alt-Reinickendorf 25
13407 Berlin

+49 30 407 55 122
Das Projekt "Way Out" wird gefördert von der Europäischen Kommission (DG Migration, Home Affairs, Security Funds).
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