International

Vernetzung und Zusammenarbeit

Extremismus und Radikalisierung junger Menschen machen vor Grenzen keinen Halt. Umso wichtiger ist es, dass Lösungsansätze nicht nur national, sondern auch länderübergreifend gefunden werden. Auf internationaler Ebene ist Violence Prevention Network bereits seit seiner Gründung tätig. Mit seiner internationalen Arbeit legt Violence Prevention Network besonderen Fokus auf die Stärkung von Zivilgesellschaft in der Extremismusprävention und von Kooperationen auf lokaler Ebene im Rahmen von Multi-Agency-Ansätzen. Thematisch fokussieren wir den Bereich Transnationaler Rechtsextremismus, den Themenkomplex Gender, Misogynie und Extremismus, die Arbeit in der Tertiärprävention (z. B. Arbeit in Gefängnissen und Reintegration von Rückkehrer*innen), sowie die Evaluation des Praxisimpacts von Projekten und Maßnahmen.

1. Netzwerke

Ein Schwerpunkt unserer internationalen Arbeit ist die Vernetzung mit anderen Organisationen und Institutionen im Themenfeld der Radikalisierungsprävention und Deradikalisierung. Dabei setzen wir auf eine Kombination aus etablierten und weitreichenden Netzwerkstrukturen und kleineren Netzwerken, in denen innovative Formen des Erfahrungsaustausches und der Intervision entwickelt werden.

2. Kooperationen und Wissenstransfer

Gegenseitiger Wissenstransfer ist die zweite Säule unserer internationalen Arbeit. Transnationale Kooperationen wirken aus unserer Sicht effektiver und nachhaltiger, wenn sie in einem gemeinschaftlichen, kollaborativen Prozess operationalisiert werden: Auch, wenn wir über eine langjährige Expertise in der Deradikalisierungsarbeit verfügen, sind doch die jeweiligen Kooperationspartner*innen Expert*innen für die regionalen Kontexte vor Ort. Nur wenn beide Kompetenzen zusammenwirken, kann ein effektiver Arbeitsansatz für die spezifischen lokalen und situativen Umstände entwickelt werden. Wir implementieren ein Austauschformat (sowohl innerhalb von Deutschland als auch auf europäischer Ebene), um im Kontext „gewaltbereiter Radikalisierung“ voneinander zu lernen und die jeweiligen lokalen Kooperationsstrukturen zu verbessern.

Auch über Coachings und die Teilnahme an Konferenzen und Workshops wollen wir unsere Expertise weitergeben, von anderen Ansätzen lernen und grenzübergreifend Ideen teilen. Zur Förderung eines europäischen Ansatzes sehen wir multilateralen Wissenstransfer und offene Diskussionen über verschiedene Methoden und Ansätze als zentral an. Daher präsentieren und diskutieren wir unsere Arbeit regelmäßig im Ausland, auf Konferenzen und vor internationalen Delegationen. Durch Trainings und Workshops unterstützen und qualifizieren wir lokale Organisationen in den von ihnen gewünschten Themenfeldern.

3. Politikberatung

Die dritte Säule unseres Engagements im internationalen Kontext ist die Politikberatung. Unser Anliegen ist es, die Erkenntnisse unserer Praxisarbeit in diversen internationalen Gremien und Organisationen einzubringen, bspw. durch die Zusammenarbeit mit der UN, der OSZE und der Europäischen Kommission. Als Teil des Konsortiums, das mit der organisatorischen Umsetzung des Radicalisation Awareness Network (RAN Practitioners) der Europäischen Kommission beauftragt ist, unterstützen wir den europaweiten Austausch von Wissen und Erfahrung zwischen 6.000 Praktiker*innen im Bereich Preventing and Countering Violent Extremism (P/CVE). Darüber hinaus beraten wir Think Tanks, Forschungsinstitute und Social Media-Plattformen.

Projekte im internationalen Kontext