Projektkoordination (m/w/d) „Gruppe X – Aussteiger*innen als Präventionsakteur*innen“ P025

Im Rahmen des Modellprojektes „Gruppe X – Aussteiger*innen als Präventionsakteur*innen“, finanziert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), möchte Violence Prevention Network einer Gruppe von Aussteiger*innen die Möglichkeit einräumen, die Arbeit durch ihre besonderen Kompetenzen und Fähigkeiten zu unterstützen. Die Identifikation von geeigneten Aussteiger*innen (Phänomenbereich islamistischer Extremismus) hat im Jahr 2020 bereits begonnen. Das erste Projektjahr diente dazu, Strukturen und Kooperationen aufzubauen und passende Aussteiger*innen für eine Teilnahme am Projekt zu kontaktieren. Das zweite Projektjahr hat nun zum Ziel, auf Basis der bereits stattgefundenen Akquise die Einbindung der Aussteiger*innen zu verfestigen und den Prozess der Professionalisierung auf Seiten der Aussteiger*innen weiter anzuregen, um die ehemaligen Szenemitglieder für den Präventionsbereich zu sensibilisieren. Die Standards der pädagogischen Arbeit sowie internationale Qualitätskriterien für den Einsatz von Aussteiger*innen in der Präventionsarbeit dienen dabei als Orientierung. Ziel ist (zunächst) die Umsetzung eines eigenen Moduls im Rahmen von Workshops der politischen Bildung. Der Ansatz verfolgt zudem das Ziel, die Aussteiger*innen auch im Rahmen der Onlinekommunikation mit Radikalisierungsgefährdeten und Radikalisierten einzubinden, um somit auch den sich verändernden Kommunikationsmustern innerhalb der extremistischen Szene gerecht zu werden. Während der gesamten Projektlaufzeit werden die Aussteiger*innen von Berater*innen des Trägers pädagogisch begleitet. Innerhalb von Feedbackgesprächen können die Beteiligten ihren Einsatz im Projekt regelmäßig reflektieren.

 

Dafür bieten wir ab sofort eine befristete Stelle: Projektkoordination (m/w/d)

Vergütung analog TVÖD EG 12; 35 – 39 Stunden/Woche; Arbeitsort: Berlin

 

Aufgaben:

  • Koordination des o.g. Projektes in Zusammenarbeit mit der Bereichsleitung
  • (Weiter-)Entwicklung von Workshop-Konzepten in den Bereichen Justizvollzug, Schule und Online-Radikalisierungsprävention gemeinsam mit den Bereichsleitungen und den pädagogischen Teams
  • Monitoring und Controlling in Bezug auf die umzusetzenden Meilensteine
  • Eigenverantwortliches Verfassen von Sachstands- und Sachberichten

 

Anforderungen:

  • Akademischer Abschluss in Sozialpädagogik, Sozialer Arbeit oder Erziehungswissenschaften
  • Erfahrung in der Projektsteuerung
  • Fachkenntnisse zu Radikalisierungsprozessen
  • Berufserfahrung und Fachkenntnisse in Methoden und Ansätzen der Deradikalisierung (Phänomenbereich islamistischer Extremismus)
  • Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis ohne Einträge
  • Idealerweise Berufserfahrungen in der Beratung von Familien und jungen Menschen in schwierigen Lebenslagen
  • Hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit sowie interkultureller Kompetenz und Konfliktfähigkeit
  • Fähigkeit zur sicheren Präsentation des Projektes in Wort und Schrift in deutscher und englischer Sprache
  • Freundlichkeit und Teamfähigkeit, Organisationsfähigkeit, Engagement
  • Bereitschaft zum Reisen innerhalb Deutschlands (nach Aufhebung der aktuellen Reisebeschränkungen)

 

Wir bieten:

  • Ein multiprofessionelles Team
  • Mitwirkung in einem gesellschaftlich relevanten Themenfeld
  • Flache Hierarchien
  • Flexible und familienfreundliche Arbeitszeitregelungen
  • 30 Tage Erholungsurlaub p.a.
  • Homeoffice-Regelungen
  • Weiterbildungsmöglichkeiten und Supervision
  • Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Organisation
  • Eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit
  • Einen bundesweiten Tätigkeitsbereich
  • Ein internationales Netzwerk

Überzeugt? Dann freuen wir uns auf Ihre schriftliche Bewerbung und CV, inkl. polizeilichem Führungszeugnis (kann nachgereicht werden), bis zum 8.1.2021 per Email. Bitte senden Sie diese an bewerbung[at]violence-prevention-network.de, mit Nennung der Referenznummer P025 im Betreff.

 

Aktualisiert am 29. Dezember 2020