Der Begriff der Verantwortung bildet den zentralen Punkt des Wirkens von Violence Prevention Network. Dabei richtet sich der Appell, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, keineswegs nur an die Jugendlichen, mit denen Violence Prevention Network seit über zehn Jahren arbeitet. Es ist damit vielmehr ein weit gefasster Aufruf gemeint, der sich an Eltern und Lehrende gleichermaßen richtet wie an MultiplikatorInnen aus dem Bereich Polizei und Justiz, aber vor allem und nachdrücklich auch an die politisch Verantwortlichen. Die Übernahme der persönlichen wie der gesellschaftlichen Verantwortung ist ein zentrales Moment, ohne das eine Gesellschaft nicht in demokratischen, pluralistischen Strukturen existieren kann. Ohne Verantwortung kein selbstbestimmtes Handeln, ohne selbstbestimmtes Handeln keine persönliche Freiheit. Eine Gesellschaft, deren einzelne Mitglieder und deren politische VertreterInnen nicht in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen, wird auf Dauer Ideen und Ideologien Vorschub leisten, die sie früher oder später nicht mehr unter Kontrolle hat.

Abschied von Hass und Gewalt

Violence Prevention Network nahm seine Arbeit in einer Zeit auf, die von zunehmender ideologisierter Gewalt gekennzeichnet war. Brennende Asylbewerberheime und ermordete Imbissbesitzer waren und sind nicht tolerierbar. Ebenso wenig wie Bomben auf Bahnhöfen und junge Menschen, die als Gotteskrieger nach Syrien ausreisen. Hass gepaart mit Gewalt, Radikalisierung und Extremismus sind Phänomene, die uns seit Jahren begleiten. Sie bedrohen jeden Einzelnen und jede Einzelne von uns, aber auch die Gesellschaft als Ganzes. Sie rütteln an den Grundfesten der Demokratie und des Pluralismus, weil sie uns in eine eindimensionale Welt zwingen wollen, die ein Großteil der Menschen ablehnt. Es gilt, Hass und Gewalt vorzubeugen, wo es nur geht und sich ihnen dort zu stellen, wo sie entstehen. Wir dürfen nicht müde werden, uns zu wehren gegen Ideologien, die uns die Errungenschaften der letzten 70 Jahre wieder nehmen wollen im Namen einer falsch verstandenen Religion oder einer menschenverachtenden Weltanschauung.

Mit Extremisten reden

Die Trainerinnen und Trainer von Violence Prevention Network reden mit den Tätern. Um Hass und Gewalt, Radikalisierung und Extremismus dauerhaft einzudämmen, ist es unumgänglich, mit denen zu reden, die die Gewalt im Namen einer Religion oder Ideologie ausüben. Wenn man das Phänomen extremistischer Gewalt angehen möchte, kann man dessen Protagonisten nicht ausklammern. Die Rufe nach „Wegsperren“ werden regelmäßig laut, sobald ein besonderer Fall von Hasskriminalität aufgedeckt wurde. Sie hallen gerne dort wider, wo politische Verantwortung mit autoritärer Machtdemonstration verwechselt wird. Doch ein humanistischer Ansatz verpflichtet: Jeder Mensch kann sein Verhalten verändern, wenn er oder sie die notwendigen Kompetenzen dazu erlernt - Beziehungsfähigkeit, Empathievermögen, Verantwortungsgefühl und Selbstreflexion. Diese Haltung beinhaltet die klare und unzweideutige Verneinung von Gewalt und zugleich die vorbehaltlose Anerkennung der menschlichen Würde der Täter, ohne ihre Tat zu beschönigen und das Leid der Opfer zu relativieren. Diese Haltung ist unsere Verantwortung.

Medienanfragen

MedienvertreterInnen wenden sich bitte an die zentrale Pressestelle:

Cornelia Lotthammer, Paul Merker

Tel.: 030 / 36 46 04 09
Email: presse[at]violence-prevention-network.de

Liebe MedienvertreterInnen, wir stehen gern für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir ohne Ausnahme keine Kontakte zu unseren KlientInnen und deren Angehörigen herstellen. 

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