Präventions-Workshops

In einer Gesellschaft, in der Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Religionszugehörigkeit Angriffen ausgesetzt sind und die Deutungshoheit darüber, wer dazugehört und wer nicht, immer massiver in der Öffentlichkeit ausgetragen wird, in der Halbwissen, religiöser Analphabetismus und Vorurteile deutsche Schulen beherrschen und Mitarbeiter*innen in Behörden und ehrenamtlichen Institutionen überfordert sind, braucht es Angebote, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt befördern, statt die weitere Spaltung voranzutreiben.

Wirkungsvolle Präventionsangebote ermöglichen neue Sichtweisen, regen zur Auseinandersetzung an und erzeugen die Bereitschaft, sich als Teil einer Gesellschaft zu verstehen, die konkurrierende Sichtweisen, Lebens- und Glaubensmodelle gleichberechtigt gelten lässt.

© Frank Suffert

Derzeit werden von Violence Prevention Network Workshops zu den Themenclustern interreligiöse Kompetenz, Islam, Demokratie und Menschenrechte, Nahost-Konflikt sowie Aufklärung über und Umgang mit ideologisch und religiös begründetem Extremismus angeboten. Ziel ist die Aufklärung über Extremismus und Rekrutierungsstrategien sowie die Erarbeitung von Handlungsoptionen für Jugendliche bei Anzeichen einer Radikalisierung. Weitere Ziele sind, das Phänomen Dschihadismus zu entzaubern und die Distanzfähigkeit von Jugendlichen zum Extremismus zu erhöhen. Unsere Workshops gestalten wir prozessorientiert. Wir entwickeln das konkrete Angebot in Zusammenarbeit mit Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer spezifischen Interessen und Bedürfnisse.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Angebot vollzugsspezifischer Präventions-Workshops, die sich der besonderen Herausforderung extremistischer Rekrutierung und potenzieller Radikalisierung im Justizvollzug stellen. Thematisiert werden hier insbesondere die Rolle von Identität, Herkunft, Kultur, Religion und Weltanschauung, das Leben in einer pluralistischen Gesellschaft, das Spannungsfeld zwischen Traditionalismus und Religion u. a. Themen.