Der erste Tag wurde mit einer Videogrußbotschaft von Petra Köpping (Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt) eröffnet. Judy Korn (Mitbegründerin und Co-Geschäftsführerin, Violence Prevention Network) führte in die thematischen Schwerpunkte der Fachtagung ein. Die Moderation der Veranstaltung lag bei Yolanda Rother.
Im ersten Panel „Zwischen Analyse und Begleitung: Herausforderungen und Lösungswege im Umgang mit Online-Radikalisierung in Deutschland“ diskutierten Svetla Koynova (Leiterin Fachbereich Wissenschaft, Violence Prevention Network), Fabian Starosta (LPR, Aussteigerprogramm Sachsen), Hanna Börgmann (Research and Education Manager, Institute for Strategic Dialogue – ISD Germany), Maik Fielitz (Leiter Forschungsbereich Digitale Konflikte, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft – IDZ Jena) und Wenke Krestin (Leiterin Beratungsstelle Sachsen, Violence Prevention Network) wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen aus der Beratungs- und Distanzierungsarbeit in Sachsen und Ostdeutschland.
Das zweite Panel „Stakeholder in Online/Offline-Verweisstrukturen und Best Practices in Pilotprojekten“ wurde von Angus Lindsay (Department of Internal Affairs, Digital Violent Extremism Team, Neuseeland), George Weiss (Founder & CEO, La Radio Benevolencija, Niederlande), Georgia Wake (Head of Industry Engagement, Counter-Terrorism Directorate, Home Office, Vereinigtes Königreich) und Svetla Koynova (Leiterin Fachbereich Wissenschaft, Violence Prevention Network) bestritten. Sie diskutierten Anforderungen und Erfolgsfaktoren für zukünftige Verweisstrukturen.
Im Anschluss stellte Jonathan Russell (Leiter Fachbereich International, Violence Prevention Network) mit Diversions einen globalen Online/Offline-Verweismechanismus vor, der langfristige Offline-Unterstützung für Personen ermöglicht, deren Online-Verhalten auf eine mögliche Radikalisierungsgefährdung hinweist. Aufbauend auf diesem Input diskutierten die Teilnehmenden die praktische Übertragbarkeit internationaler Verweisungsmechanismen auf den deutschen Kontext.
Zum Abschluss des ersten Tages widmete sich das dritte Panel der „Einbindung von Tech-Unternehmen in der Tertiärprävention“. Jonathan Russell (Leiter Fachbereich International, Violence Prevention Network), Nayanka Paquete Perdigao (Public Policy Manager, TikTok) und Prashant Waikar (Policy Manager, Meta) diskutierten Strategien zur Prävention extremistischer Inhalte auf Plattformen sowie Kooperationsmöglichkeiten zwischen Technologieunternehmen und Beratungs- und Präventionsakteur*innen.