Das Internet eröffnet viele Möglichkeiten für Information, Austausch und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig werden digitale Räume immer unübersichtlicher: Desinformation, Verschwörungserzählungen, KI-generierte Inhalte und extremistische Botschaften verbreiten sich zunehmend über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste. Gerade ältere Menschen verfügen oft über weniger digitale Vorerfahrungen und sind daher besonders gefordert, glaubwürdige von manipulativen Inhalten zu unterscheiden. Das Projekt SIAN adressiert diese Herausforderungen gezielt und stärkt Menschen ab 60 Jahren darin, digitale Medien sicher, kritisch und selbstbestimmt zu nutzen. Das Projekt vermittelt Wissen über digitale Plattformen, fördert Medien- und Nachrichtenkompetenz und unterstützt dabei, Desinformation, demokratiefeindliche Inhalte und Radikalisierungsversuche im Netz frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig werden die Chancen digitaler Teilhabe sichtbar gemacht und Möglichkeiten aufgezeigt, sich informiert und aktiv in gesellschaftliche Debatten einzubringen.
Dafür kombiniert SIAN verschiedene Bildungsangebote: kurze und leicht verständliche Online-Lernmodule, digitale Vorträge mit Austauschmöglichkeiten, eine interaktive Wanderausstellung in Berliner Kiezen, vertiefende Workshops vor Ort sowie regelmäßige Informationen und praktische Tipps über einen Messenger-Kanal. Alle Angebote sind niedrigschwellig und lebensnah. Basierend auf einer anfänglichen Bedarfserhebung werden sie speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten.