Fachkräfte in der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit begleiten immer wieder Klient*innen, die psychische Auffälligkeiten bis Störungen zeigen. Umgekehrt sind auch Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen mit Patient*innen konfrontiert, die (mutmaßlich) extremistische Einstellungen aufweisen. Zwar besteht kein genereller Kausalzusammenhang zwischen psychischen Störungen und Radikalisierungsprozessen, jedoch zeigen sich in vielen Fällen Wechselwirkungen zwischen der psychischen Gesundheit, biografischen Belastungen und Hinwendungen zu extremistischen Ideologien.
Der Fachbereich Psychotherapie von Violence Prevention Network unterstützt Fachkräfte und Betroffene an der Schnittstelle zwischen psychischer Gesundheit, Radikalisierungs- und Distanzierungsprozessen.
Wir begleiten radikalisierungsgefährdete und radikalisierte Menschen mit psychischen Auffälligkeiten bis Störungen ebenso wie Fachkräfte, die mit ihnen arbeiten. Unser Ziel ist es, Zugänge zu bedarfsgerechten Angeboten der Distanzierungsarbeit sowie des Gesundheitssystems zu ermöglichen und Übergänge professionell zu gestalten.
