CROSSROADS

Beratung • Vorbeugung • Deradikalisierung

CROSSROADS ist ein Beratungs- und Interventionsprojekt von Violence Prevention Network zur Radikalisierungsvermeidung bzw. Deradikalisierung junger Menschen in Berlin. Ziel ist es, junge Menschen, die gefährdet sind, sich zu radikalisieren oder bereits einen Radikalisierungsprozess durchlaufen haben, vor Ort anzusprechen und Ausstiegsprozesse zu initiieren.

Das Projekt richtet sich an:

  • Jugendliche und junge Erwachsene, die gefährdet sind, einen Radikalisierungsprozess zu durchlaufen
  • Jugendliche und junge Erwachsene, die erkennbar einem Radikalisierungsprozess in der rechtsextremen Szene unterliegen und noch keine Ausstiegsmotivation formulieren
  • Jugendliche und junge Erwachsene, die aus der rechtsextremen Szene aussteigen wollen
  • Junge Menschen mit einer Affinität zu rechtsextremen Ideologien und/oder Szenen
  • Angehörige und Unterstützer*innen von distanzierungswilligen und nicht distanzierungswilligen Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • Lehrer*innen, Jugendhilfemitarbeiter*innen, Sportclubs und andere Personen, die Kontakt haben zu jugendlichen Extremist*innen oder Jugendlichen, die gefährdet sind, sich zu radikalisieren

Die Angebote von Crossroads können in ganz Berlin in Anspruch genommen werden.

Wir brauchen Ihre Unterstützung

In einer Welt, die zunehmend geprägt ist von Extremismus und Terror, braucht es Menschen, die Austausch und Verständigung unter denen befördern, die dafür (noch) zugänglich sind.

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Unser Angebot

Die Angebote von CROSSROADS im Überblick:

Beratung
Kommunale Arbeitsfelder, in denen die Zielgruppe mutmaßlich anzutreffen ist, sind z. B. Schulen, Jugendclubs, Sportvereine und Jugendämter. Kolleg*innen aus diesen Arbeitsfeldern, die eventuell mit rechtsextrem orientierten jungen Menschen konfrontiert sind, haben die Möglichkeit, Beratung im Themenfeld „rechtsextremistisch gefährdete Jugendliche“ in Anspruch zu nehmen.

Workshops für Jugendliche
Die Workshops werden in der Regel für die Jahrgangsstufen 9 und 10 angeboten. Sie dauern zwischen ein und drei Tage und können sowohl in der Schule als auch in den Räumlichkeiten von CROSSROADS stattfinden. In den Workshops werden die Jugendlichen sensibilisiert und ein erster Zugang zur Zielgruppe wird gefunden. Mögliche Themen können u. a. sein: „ Rechtsextremistische Kennzeichen – Symbole, Codes und Lifestyle“ oder „Rechtsextremistische Musik“. Weitere Workshops auf Anfrage.  

Anti-Gewalt- und Kompetenztrainings (AKT®)
Die AKT® stellen eine Hilfe für gefährdete Jugendliche mit rechtsextremer Orientierung dar und verhindern die Vertiefung von Radikalisierung und Gewaltkarrieren. Die Teilnehmer*innen erleben einen konfliktreichen aber demütigungsfreien Diskurs mit Andersdenkenden durch die nicht-konfrontative Methode der Verantwortungspädagogik®. Die Einzeltrainings bestehen aus 8-10 Sitzungen, die Gruppentrainings aus 12 Sitzungen mit bis zu 6 Jugendlichen und individueller Nachbetreuung.  

Workshops für Lehrer*innen und Pädagog*innen
In der Arbeit mit Jugendlichen kann es immer wieder zu Situationen kommen, in denen man mit rechtsextremistischen Einstellungen konfrontiert wird. Dabei ist es meist schwierig, angemessen pädagogisch, konstruktiv und sicher darauf zu reagieren. Das übergeordnete Ziel der Workshops besteht in der Vermittlung der Fähigkeit, rechtsextremistische Tendenzen und Argumentationsweisen zu erkennen und mögliche Strategien zur Auflösung dieser Argumentationsweisen zu entwickeln. Die Workshops richten sich an Teilnehmer*innen, die im Dialog mit möglicherweise rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen stehen. Mögliche Themen können sein: „Pädagogisch konstruktiver Umgang mit rechtsextrem orientierten Menschen“, „Moderner Rechtsextremismus“, „Rechtsextremistische Musik“. 

Ausstiegsbegleitung
Die Schwerpunkte der Ausstiegsbegleitung von Crossroads liegen im Herstellen der Erreichbarkeit der gefährdeten Personen, ihrer Ansprache, dem Aufbau einer Arbeitsbeziehung und in der konkreten Deradikalisierungsarbeit. Diese umfasst ein individuelles, prozesshaftes, ressourcen- und lösungsorientiertes Coaching.

Erleben Sie interaktiv die Geschichte von Marvin und Lukas

www.crossroads-berlin.net

Wie wir arbeiten

Wer mit rechtsextremen Jugendlichen arbeiten möchte, muss mit Widerstand rechnen. Violence Prevention Network hat ein niedrigschwelliges Konzept für den Zugang auf die Zielgruppe und die Auflösung radikalisierter Haltungen entwickelt, das auf folgenden Prinzipien beruht:

  • Lebensweltlicher Zugang
  • Freiwilligkeit
  • Vertrauensaufbau
  • Aufbau von Ambiguitätstoleranz
  • Hinterfragender Ansatz
  • demütigungsfreie und wertschätzende Methode(n)
  • Langfristigkeit

Die Arbeit von Violence Prevention Network zielt darauf ab, Radikalisierungen möglichst früh zu erkennen und in unterschiedlich fortgeschrittene Grade einzuordnen, um mit geeigneten (präventiven) Maßnahmen Radikalisierungsprozesse umzukehren und eine Deradikalisierung einzuleiten. Das pädagogische Konzept beruht auf einem explizit nicht-konfrontativen Ansatz, der es ermöglicht neue Sichtweisen anzunehmen. Akzeptanz und der Verzicht auf Demütigung dienen dazu, Verstehen – nicht Verständnis – zu ermöglichen und Handlungen zu erklären – nicht zu rechtfertigen. Erklärungen sind die Voraussetzungen für Veränderungen.

Schwerpunkt Deradikalisierung

Die Schwerpunkte der Arbeit liegen im Herstellen der Erreichbarkeit der gefährdeten Personen, ihrer Ansprache, dem Aufbau einer Arbeitsbeziehung und in der konkreten Deradikalisierungsarbeit. Diese umfasst ein individuelles, prozesshaftes, ressourcen- und lösungsorientiertes Coaching, das u.a. folgende Themen beinhaltet:  

  • Stetige Dialoge, die das Hinterfragen fördern und Neugierde auf neue Sichtweisen wecken
  • Das Erkennen der konkreten Gefährdungssituation für den betroffenen Jugendlichen
  • Das Fördern eigener Erkenntnisprozesse zum bisherigen Lebensverlauf, biographisches Verstehen der Gewalt-, Militanz- und Extremismuskarriere unter besonderer Berücksichtigung der Entstehung von Feindbilddenken
  • Verantwortungsübernahme für eine eigenständige Lebensführung – Voraussetzungen schaffen und Zukunft planen
  • Niedrigschwellige politische Bildung
  • Unterstützung und Beratung in schwierigen Lebenssituationen
  • Arbeit mit Angehörigen und Unterstützer*innen (z. B. Freundeskreis, Lehrer*innen)
Kontakt

CROSSROADS

Langhansstraße 146
13086 Berlin

030 / 288 52 750
03028852747
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CROSSROADS wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung des Landes Berlin.